Eingriffe am Hüftgelenk werden in unserer Sektion sowohl als Gelenkspiegelung (Arthroskopie) als auch offen chirurgisch angeboten. Dazu zählt die Therapie von Einklemmungserscheinungen am Hüftgelenk durch angeborene oder erworbene knöcherne Engstellen, welche zu Schmerzen und Arthrose führen, Reparatur von Knorpelschäden am Hüftgelenk (z. B. MACT) sowie die Reparatur von Schäden der Hüftgelenkslippe (Labrum). Bei hüftgelenksnahen Fehlstellungen bieten wir alle operativen Korrekturverfahren (Korrektur-Osteotomien) an.

Die Hüftschmerzen beginnen oft schleichend in der Leiste, anfangs erst nach stärkerer Belastung (z. B. nach dem Sport). Später treten die Gelenkschmerzen dann auch bei geringerer Belastung oder teilweise in Ruhe auf. Häufig sind die Schmerzen verbunden mit einer längeren Beugung in der Hüfte, z. B. nach längeren Autofahren oder tiefem Sitzen.
Der erste Schritt ist eine zentrierte Röntgen-Beckenübersichtsaufnahme und eine seitliche Aufnahme des betroffenen Hüftgelenks. Die weiterführende Diagnostik (insbesondere für Knorpel- oder Labrumschäden) besteht aus der Durchführung einer Magnetresonanz-Tomographie der Hüfte.
Bei entsprechenden knöchernen Fehlstellungen sind nicht-operative Fehlstellungen meist nicht zielführend. Einklemmungserscheinungen am Hüftgelenk können je nach Ausprägung entweder minimal-invasiv über eine Arthroskopie (Schlüssellochtechnik) oder über eine offene Operation therapiert werden.
Nach der Hüftspiegelung schließt sich eine Teilbelastung an Krücken von zwei bis vier Wochen an, nach einer offenen Operation sind es etwa sechs Wochen Teilbelastung. Anschließend ist dann eine intensive Krankengymnastik, wahlweise auch (ambulante) Anschlussheilbehandlung vorgesehen.
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